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Tauredon®: Tauredon® ist ein Goldpräparat. Goldsalze gehören zu den sogenannten Basistherapeutika. Basistherapeutika werden in der Behandlung entzündlich rheumatischer Gelenkerkrankungen wie der chronischen Polyarthritis eingesetzt, um den Entzündungsprozeß in den betroffenen Gelenken zurückzudrängen. Nur so kann man nämlich vermeiden, daß die Gelenkentzündung zu einer raschen Gelenkzerstörung mit all ihren unangehmen Folgen (Gelenkdeformierung, Störung der Gelenkbeweglichkeit) führt. Basistherapeutika unterscheiden sich darin von den üblichen zur Schmerztherapie eingesetzten Antirheumatika, die nur gegen die Symptome der Entzündung (Schwellung, Schmerz) wirksam sind. Der Wirkungseintritt von Basistherapeutika erfolgt meist erst nach Wochen bis Monaten kontinuierlicher Behandlung. Die Wahl der Basistherapeutika erfolgt durch den behandelnden Arzt unter Berücksichtung der Diagnose, der Schwere der Erkrankung und möglicher Nebenwirkungen. Typische Nebenwirkungen von Basistherapeutika sind Blutbildveränderungen, Störungen der Nieren- und Leberfunktion. Zur frühzeitigen Erkennung solcher Nebenwirkungen sind deshalb unter einer Basistherapie bestimmte regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen (meist Blutuntersuchungen) erforderlich. Eine Basistherapie ist eine Langzeit-Therapie, die manchmal lebenslang erfolgen muß.

Tendopathie: = Erkrankung der Sehne. Meistens versteht man darunter eine Reizung von Sehnen, z.B. durch Überbelastung oder Entzündung. Typisch sind dabei ziehende Schmerzen im Verlauf der betroffenen Sehen.

Tendosynovialitis: Sehnen sind in ihrem Verlauf häufig von einer Hülle umgeben, der Sehnenscheide. Dabei wird die Sehne ähnlich wie Gelenke von der Gelenkhaut von einer Sehnenhaut umgeben. Entzündungen dieser Sehnenhaut (Tendosynovialitis) können als Begleiterscheinung chronischer Gelenkentzündungen auftreten. Sie führen zu ziehenden Schmerzen im Verlauf der betroffenen Sehnen.

Tendovaginopathie: = Sehnenscheidenentzündung. Sehnenscheidenentzündungen treten meist durch eine Überbelastung auf (z.B. Schreibmaschinen-Schreiben). Sie führen zu Schmerzen im Verlauf der betroffenen Sehnen, insbesondere unter Belastung. Man behandelt diese Erkrankung dann durch Ruhigstellung der betroffenen Sehnen in einem Gips.

Thrombopenie: = Mangel an Blutplättchen (Thrombozyten). Thrombozyten sind wichtig zur Blutstillung. Deshalb führt ihr Mangel zu einer verstärkten Blutungsneigung. Eine Thrombopenie kann zahlreiche Ursachen haben und muß ärztlicherseits abgeklärt werden.

Tietze-Syndrom: Als Tietze-Syndrom bezeichnet man eine isolierte Druckschmerzhaftigkeit der Ansätze der obersten Rippen am Brustbein. Wegen der Nachbarschaft zum Herzen können diese Brustschmerzen manchmal mit einem Herzinfarkt oder anderen Durchblutungsstörungen des Herzens (Angina pectoris) verwechselt werden. Das Tietze-Syndrom selber ist eine harmlose Störung.



© Arbeitsgruppe "Rheumatologie Online", St. Willibrord-Spital Emmerich