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Meralgia paraesthetica: Die Außenfläche des Oberschenkels wird von einem kleinen Gefühlsnerv (Nervus cutaneus femoris lateralis) versorgt, der auf seinem Weg zum Rückenmark eine Engstelle im Bereich der Leiste (Leistenband) passieren muß. Dort kann es unter bestimmten Umständen (z.B. Schwangerschaft ) zu einer Druckschädigung des Nerven kommen. Diese äußert sich oft in Schmerzen, Kribbeln und einem pelzigen Gefühl im "Versorgungsgebiet" ders Nerven, der Außenfläche des Oberschenkels.

Metalcaptase®: Metalcaptase® ist ein Handelsname für D-Penicillamin. D-Penicillamin wird als Basistherapeutikum zur Behandlung der chronischen Polyarthritis und anderer entzündlich rheumatischer Erkrankungen (z.B. Sklerodermie) eingesetzt.

Methotrexat: Methotrexat (Handelsname z.B. Lantarel®) ist ein Basistherapeutikum. Basistherapeutika werden in der Behandlung entzündlich rheumatischer Gelenkerkrankungen wie der chronischen Polyarthritis eingesetzt, um den Entzündungsprozeß in den betroffenen Gelenken zurückzudrängen. Nur so kann man nämlich vermeiden, daß die Gelenkentzündung zu einer raschen Gelenkzerstörung mit all ihren unangehmen Folgen (Gelenkdeformierung, Störung der Gelenkbeweglichkeit) führt. Basistherapeutika unterscheiden sich darin von den üblichen zur Schmerztherapie eingesetzten Antirheumatika, die nur gegen die Symptome der Entzündung (Schwellung, Schmerz) wirksam sind. Methotrexat wird nur einmal pro Woche in Form von Tabletten eingenommen, kann aber auch gespritzt werden. Die Wirkung von Methotrexat setzt frühestens nach 4-6 Wochen ein. Die Frage, ob Methotrexat oder ein anderes Basistherapeutikum (z.B. Gold-Therapie) benutzt wird, muß der Arzt klären.

Mischkollagenose: = Sharp-Syndrom. Lupus erythematodes, Sklerodermie, Polymyositis und Dermatomyositis sind Erkrankungen, die man wegen ihrer gemeinsamen Eigenschaft, zu Entzündungen im Bindegewebe zu führen, als Kollagenosen bezeichnet. Diesen Erkrankungen ist auch gemeinsam, daß sie Folge fehlgesteuerter Abwehrreaktionen des Körpers gegen körpereigene Gewebe sind (sogenannte Autoimmunkrankheiten). Während sich die genannten Erkrankungen in ihren Krankheitserscheinungen z.T. deutlich unterscheiden, findet man bei der Mischkollagenose ein Mischbild mit charakteristischen Krankheitserscheinungen und Laborbefunden von Lupus erythematodes, Sklerodermie, Dermatomyositis und chronischer Polyarthritis. Typisch ist dabei auch der Nachweis eines bestimmten Antikörpers im Blut, des sogenannten U-RNP-Antikörper.

Mixed connective tissue disease: siehe unter Mischkollagenose.

Morbus Addison: Der Morbus Addison ist eine Erkrankung, die auftritt, wenn die der Niere aufsitzende Nebenniere kein Cortison mehr herstellt. Cortison ist ein natürliches Hormon des Körpers. Der Körper benötigt es zur Energiegewinnung und zur Bewältigung von Streß. Ein solcher Cortisonmangel äußert sich typischerweise in ausgeprägter Schwäche, Übelkeit und Erbrechen sowie sehr niedrigem Blutdruck. Er kann aber auch zu einer akuten Lebensgefahr führen. Ähnliche Zustände können auftreten, wenn eine langdauernde Behandlung mit hohen Dosen Cortison plötzlich beendet wird.

Morbus Bechterew: Die Bechterew-Erkrankung (Morbus Bechterew) ist eine entzündliche Gelenkerkrankung, bei der typischerweise auch die gelenkigen Verbindungen und Bänder zwischen den Wirbelkörpern betroffen sind. Es können aber auch andere Gelenke (z.B. Kniegelenke oder Hüftgelenke) betroffen sein. Unbehandelt führt die Erkrankung zu einer ausgeprägten Wirbelsäulenverkrümmung mit gebückter Haltung. Dies läßt sich aber durch eine regelmäßige krankengymnastische Behandlung weitgehend vermeiden.

Morbus Paget: Seltene Knochenerkrankung des höheren Lebensalters, bei der Knochen überstürzt sowohl abgebaut als auch wieder aufgebaut wird. Dies läuft chaotisch ab. Die Folge ist, daß der Knochen weniger stabil ist mit der Folge häufiger Knochenbrüche, er schmerzt und er wird verformt und verbogen. Man behandelt die Erkrankung mit Medikamenten, die den überstürzten Knochenumbau hemmen.

Mophäa: auf die Haut beschränkte Form der Sklerodermie.

Myalgie: = Muskelschmerz

Myasthenia gravis: Erkrankung der Muskeln, bei der die Muskeln vorzeitig ermüden. Typisch ist eine im Tagesverlauf deutlich zunehmende Muskelschwäche. Die Myasthenia gravis ist eine neurologische Erkrankung. Sie wird mit Medikamenten behandelt.

Myelographie: Darstellung des Rückenmarkskanals in der Wirbelsäule mit Kontrastmittel. Man führt diese Untersuchung durch, wenn man z.B. wissen will ob ein Bandscheibenvorfall zu einer Einengung des Rückenmarks führt.

Myopathie: = Muskelerkrankung. Muskelerkrankungen können Folge angeborener Erkrankungen sein, von Stoffwechselstörungen, Medikamenten oder z.B. auch rheumatischen Entzündungen.

Myositis: = Muskelentzündung.



© Arbeitsgruppe "Rheumatologie Online", St. Willibrord-Spital Emmerich