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Ileosakralgelenke: = federnde Verbindung zwischen Kreuzbein und Darmbein. Diese kann bei bestimmten Formen von Gelenkentzündungen (z.B. Morbus Bechterew) entzündet sein und zu typischen Rückenschmerzen führen.

Immunglobuline: = Eiweißkörper im Blut, die die Funktion von Antikörpern haben. Antikörper werden vom Körper gebildet um z.B. Bakterien und deren Gifte zu neutralisieren oder zu zerstören.

Immunkomplexe: Das Abwehrsystem des Körpers (Immunsystem) bekämpft körperfremde Stoffe (= Antigene), z.B. von Bakterien gebildete Zellgifte, unter anderem dadurch, daß es Eiweißkörper (diese nennt man auch Antikörper) bildet, die die Antigene neutralisieren oder zerstören. Dazu verbinden sich die Antikörper mit den Antigenen. Durch diese Verbindung kann es zur Bildung sogenannter Immunkomplexe kommen, die sich im Gewebe ablagern und dort Entzündungen auslösen können. Man spricht in diesem Zusammenhang dann von einer Immunkomplex-Krankheit. Eine solche kann auch Begleiterscheinung entzündlicher rheumatischer Erkankungen sein.

Impingement-Syndrom: impinge = auftreffen. Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des Körpers. Hier setzen auch zahlreiche Muskeln mit ihren Sehnen an. Dabei sind die Sehnenansätze am Gelenk besonders hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt. Infolge dessen kann es an bestimmten Stellen leicht zu Reizungen des Sehnenansatzes am Knochen kommen. Bei Bewegungen im Schultergelenk verursachen diese gereizten Sehnenansätze Schmerzen.

Infektiöse Arthritis: = durch Bakterien ausgelöste Gelenkentzündung. Hierbei gelangen Bakterien von außen (z.B. durch Spritzen) oder durch das Blut in den Gelenkraum und führen zu einer eitrigen Entzündung. Eine infektiöse Arthritis muß mit Antibiotika (z.B. Penicillin) behandelt werden.

Insertionstendopathie: Die Ansätze der Sehnen am Knochen sind einer hohen mechanischen Belastung ausgesetzt. Daher kann es hier infolge Überbelastung zu schmerzhaften Veränderungen kommen. Ein bekanntes Beispiel einer Insertionstendopathie ist der Tennisellenbogen, bei dem die Ansätze der Fingerstreckmuskeln am Oberarmknochen schmerzhaft gereizt sind. Eine Insertionstendopathie kann auch durch eine Entzündung der Sehnenansätze bedingt sein, z.B. bei bestimmten Formen der chronischen Polyarthritis. Eine Besserung der Schmerzen wird einerseits durch Schonung der betroffenen Muskeln und Sehnen angestrebt, andererseits durch eine krankengymnastische und physikalische Behandlung (Zufuhr von Kälte oder Wärme, Ultraschallbehandlung, Elektrotherapie). Medikamente sind hier nur unterstützend wirksam (Schmerzmittel). Manchmal kann eine Besserung auch durch eine Cortisonspritze an der Stelle des Schmerzes erreicht werden. In bestimmten Fällen kann auch eine Operation sinnvoll sein.

Iontophorese: Bei der Iontophorese werden elektrische Ströme benutzt, um Medikamente (Salben) von der Hautoberfläche in die Tiefe zu transportieren. Man benutzt das Verfahren zur Linderung von Gelenkschmerzen (z.B. Kniegelenk, Schulter).

Iridozyklitis: Entzündung der Regenbogenhaut des Auges (Iris), die manchmal im Rahmen entzündlich rheumatischer Erkrankungen auftritt (z.B. Morbus Bechterew, chronische Polyarthritis bei Kindern). Eine Iridozyklitis kann aber auch unabhängig davon auftreten. Eine Iridozyklitis muß häufig mit Cortison behandelt werden.

Ischialgie: = Ischiasschmerz, Hexenschuß.



© Arbeitsgruppe "Rheumatologie Online", St. Willibrord-Spital Emmerich