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Gaenslen-Zeichen: Bei einer Entzündung der Fingergrundgelenke führt der Händedruck zu Schmerzen. Dies bezeichnet man als Gaenslen-Zeichen.
Gastrointestinal: = den Magen-Darm-Trakt betreffen. Gastrointestinale Nebenwirkungen von Medikamenten z.B. sind solche die Magen und Darm betreffen, also Übelkeit, Erbrechen, Durchfall etc.
Gelenkpunktion: Die Gelenke werden von einer schützenden Haut, der Gelenkkapsel umhüllt. Diese wird von der Gelenkhaut (Synovialis) ausgekleidet. Die Synovialis produziert Gelenkflüssigkeit (Synovia), die die Gelenkoberflächen gleitfähig hält ("Gelenkschmiere"). Bei Gelenkentzündungen ist die Gelenkflüssikeit häufig stark vermehrt und führt zu einer Vorwölbung der Haut über den Gelenken (Gelenkerguß). Man kann nun nach lokaler Betäubung mit einer dünnen Nadel diese Flüssigkeitsansammlung punktieren und Gelenkflüssigkeit absaugen. Die Untersuchung der Gelenkflüssigkeit gibt Hinweise auf die Ursache des Gelenkergusses, z.B. rheumatische Entzündungen oder Gelenkverschleiß. Bei Entzündungen des Gelenkes kann man auch Medikamente in den Gelenkraum spritzen. Diese wirken dann direkt am entzündeten Gelenk (z.B. Cortison). Der Vorteil dieser Behandlung ist, daß die Medikamente nur in sehr geringen Mengen ins Blut geraten und damit im übrigen Körper kaum Nebenwirkungen auftreten können. Nachteilig ist, daß auf diese Weise auch Bakterien in den Gelenkraum gelangen können und dort eine eitrige Entzündung auslösen. Bei entsprechender Vorsicht ist passiert dies allerdings extrem selten.
Gelenkschutz: Rheumatisch entzündete Gelenke sind nicht mehr so belastbar wie gesunde Gelenke. Deshalb ist es wichtig Überbelastungen dieser Gelenke zu vermeiden. Diesem Ziel dienen die Regeln des Gelenkschutzes. So sollte man z.B. eine Tasse nie nur mit einer Hand, sondern mit beiden Händen anfassen. Über den Gelenkschutz informiert der Ergotherapeut (sogenannte Gelenkschutzunterweisung).
Gicht: = Gelenkerkrankung durch erhöhte Harnsäure. Harnsäure ist ein natürliches Stoffwechselprodukt und entsteht vermehrt bei der Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel, z.B. Fleisch. Unter bestimmten Bedingungen kann es zu einem vermehrten Anfall von Harnsäure im Stoffwechsel kommen oder auch zu einer verminderten Ausscheidung über die Niere. Dann steigt der Harnsäurespiegel im Blut an und Harnsäurekristalle können entstehen (ausfallen). Ein häufiger Ort, wo dies geschieht, sind die Gelenke. Diese antworten darauf oft mit einer heftigen, sehr schmerzhaften Entzündung (Gicht-Anfall). Wiederholen sich diese Entzündungen, dann kann es auch zu einer Zerstörung vonGelenken kommen. Die Gicht behandelt man in erster Linie dadurch, daß man auf verschiedene Gicht-fördernde Nahrungsmittel verzichtet. Darüberhinaus kann man den Harnsäurespiegel im Blut auch durch Medikamente senken und damit einem Gichtanfall vorbeugen.
Glukokortikosteroide: Als Glukokortikosteroide bezeichnet man Cortison-Präparate mit entzündungshemmender Wirkung.
Goldtherapie:: Chronische Gelenkentzündungen beruhen auf einer fehlgeleiteten Reaktion des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsystem), die zu einer Entzündung in der Gelenkhaut führt. Gold in chemisch gebundener Form kann diese Abwehrreaktion offensichtlich so beeinflußen, daß eine Entzündung überhaupt nicht oder nur in deutlich geminderter Form auftritt. Dadurch wird nicht nur Schmerzen vorgebeugt, sondern auch einer Zerstörung der Gelenke. Deshalb wird Gold zur Basistherapie der chronischen Polyarthritis eingesetzt (Handelsname z.B. Tauredon®). Wie bei anderen Basistherapeutika muß diese Behandlung oft lebenslang fortgeführt werden.
Gonagra: = Schmerz im Kniegelenk.
Gonarthritis: = Entzündung des Kniegelenkes
Gonarthrose: = Kniegelenkverschleiß
© Arbeitsgruppe "Rheumatologie Online", St. Willibrord-Spital Emmerich